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BeitragThema: Still I flly    Sa Aug 12, 2017 11:39 pm

Nala / Marco | 2. Juni



Die gesenkte Stimme, der bedrückte Gesichtsausdruck, alles war gespielt geprobt und einstudiert. Und scheinbar funktioniert es auch diesmal. Nicht, dass Nala etwas anderes erwartet hätte als eine erfolgreiche Darbietung ihrer Seitz. Marco kauft ihr also die Geschichte von ihrem toten jungen Bruder der heimtückisch von der Marine ermordet wurde ab. Aber wahrscheinlich würde niemand so schnell so eine heikle Geschichte in Frage stellen. Es war schlicht und ergreifend unhöflich, tragische Verluste, fremder Leute in Frage zu stellen. Und genau diesen Aspekt machte sie sich hier zu nutzen. Der Blick war immer noch aufs Meer gesenkt und Nala wartete auf die Antworten die Marco ihr liefern sollte. Schlimmer weise, war aber die Antwort die der Phönix gab nicht die, die Nala hören wollte noch eine mit der sie gerechnet hatte. Sie wollten keine Rache? Ein Teufelskreis aus dem nur mehr Opfer als Sieger hervortreten? Innerlich machte sie große Augen. Vernünftige Denkweisen erwartete sie recht selten von Piraten. Nach außen hin jedoch starrte sie weiter aufs Meer. Sie grübelte. Es waren nicht die Antworten die sie brauchte. Oder erzählte der Kaptein einfach nur nicht alles? "Ich würde das nicht so hinnehmen können." brummte Kurio dann. "Aber Respekt, dass ihr damit so umgehen könnt." Ein zu starkes nachbohren würde wohl einfach zu sehr auffallen.

Schummrig war Nala immer noch aber die Reling bat im Moment gut Hilfe. Sie stützte und Nala verlagerte ihr ganzes Körpergewicht darauf. Zusammenklappen war hier also nicht drin? Gut zu wissen! Bedeutete für die Spionin so viel, dass sie um jeden Preis an ihre Pillen kommen musste. Aber die waren immer noch in ihrer Kajüte. Kurio räusperte sich etwas. "Keine Sorge, Kapitän der Arztbesuch wäre vergeudete Zeit. Bin Topfit, brauche nur etwas schlaf. " Der verkleidete Pirat nickte noch einmal kurz ehe er sich von der Reling drückte. "Ich bin dann auch mal auf ins Bett. Morgen geh ich mit einem besseren Magen an die Arbeit." versicherte Kurio mit der festesten Stimme die Nala gerade so rüber bringen konnte. Und mit angespannten Körper stapfte Nala in ihre Kajüte.

Die anderen Zimmergenossen warteten schon in ihren Betten und schnarchten Seelig vor sich hin. War etwa so viel Zeit vergangen? Doch was viel wichtiger war als die verstrichenen Stunden war wohl die Tatsache, dass Nala schleunigst ihre Pillen nehmen sollte. Leise kramte sie ihre Taschen hervor und suchte nach dem kleinen Döschen, welches sie auch schnell fand. Hastig schlang sie die geforderte Dosis herunter und wenige Minuten später merkte sie, wie das zittern immer mehr abnahm und sie ruhiger wurde. Sie lächelte zufrieden. So schlecht war der Tag doch gar nicht? Aber morgen ging es wohl an die körperliche Arbeit. Ja das würde ein Spaß werden.

Die Nacht war kurz. Bei den ersten Sonnenstrahlen wurden sie und die anderen Neulinge geweckt. Arbeit stand an. Klar mussten die Neulinge, sich erst einmal hoch arbeiten. Einige schwere Kisten vom Vortag mussten noch weiter verladen werden. Nala drückte sich geschickt davor nicht die schweren Kisten heben zu müssen, denn sie war sich sicher unter dem Gewicht zusammen zu brechen. Also schnappte sie sich lieber einen Mob und wischte am Deck herum. Nebenbei versuchte sie einige Gespräche zu belauschen, aber wirklich was wichtiges war nicht raus zuhören. Zu ihrem Vorteil war aber, dass es ihr heute wesentlich besser ging als gestern Abend. Ihr Glück. Der Nachteil war allerdings die prallende Sonne die aufs Deck herab brannte. Schwitzen tat sie schon leicht, unter dem dicken Makeup sowieso. Heute Morgen war zum Glück noch alles da vom gestrigen Abend, aber heute Abend wird es kniffliger. Sie musste duschen! Und das bei den ganzen Kerlen. Einige wenige Frauen waren zwar an Board, aber sie konnte ja schlecht zu denen unter die Dusche hüpfen. Da hieß es nur abwarten bis alle schliefen und in der Nacht ins Gemeinschaftsbad der Herren schlüpfen. Aber bevor sie sich dieser heiklen Angelegenheit stellen durfte hieß es erst mal das Deck weiter zu schruppen und sich weiter davor zu retten keine starke körperliche Arbeit zu machen.


Zuletzt von Nala am Di Okt 10, 2017 3:34 pm bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Still I flly    Sa Aug 12, 2017 11:49 pm

Marco saß noch länger am gleichen Platz, auch als Kurio schon lange gegangen war. Es war ein seltsames Gespräch gewesen, aber teilweise konnte der Phönix es auch nachvollziehen. Kurio hatte seinen Bruder durch die Marine verloren, warum es hinterfragen? Nicht das Marco leichtgläubig war, aber für ihn waren dies nebensächliche Informationen. Lediglich das Handeln ließ sich dadurch nachvollziehen. Den Hass auf die Marine und die Gier nach Rache. Rache. Nichts, was Marco gut heißen würde, aber er würde Kurio schon erklären, das Rache nichts Gutes war.
“Es einfach hinnehmen? Das verlangt auch keiner. Allerdings wird verlangt, dass du deine Gefühle hier in der Crew unter Kontrolle hältst und niemanden dadurch in Gefahr bringst. Niemand hat was von Rache.“, hatte Marco darauf noch geantwortet. Es klang ernster, als es eigentlich gemeint war, aber der Kapitän kannte den Neuling ja auch erst seit ein paar Stunden.
Wie konnte er da sicher sein, dass sich Kurio zusammenriss, wenn sie auf die Marine trafen? Und das würde ganz sicher passieren. Immerhin waren sie gesuchte Piraten, da lebte man gefärlich. Und besonders durch die Marine, die ihnen immer wieder auflauerte.
Als sich der Neuling dann abwandte und meinte, er würde nun ins Bett gehen grinste Marco noch kurz frech, wünschte ihm aber eine gute Nacht. Behielt Kurio auf dem Weg zur Tür aber fest im Blick, falls ihm doch noch…einen unpassenden Zwischenfall passierte. Die Tür schloss sich wieder mit einem leisen Klicken und der Phönix seufzte einmal. Hoffentlich würde der Kerl unbeschadet in seine Kajüte kommen! Naja und wenn nicht…irgendjemand war bestimmt noch unterwegs und würde den kränklichen Kerl auflesen.
Etwas abwesend glitt sein Blick wieder in den Abendhimmel, während sich der Kapitän in seinen Gedanken an das Gespräch verlor. Erst als eine vertraute Stimme ihn ansprach, sah er auf. “Käpt´n? Wollen sie nicht langsam reinkommen, es ist spät und die Nachtwache ist bereits auf dem Deck.“ Neben ihm stand sein Vize und leise lachte Marco. Es wurde wahrscheinlich auch mal Zeit, dass er ins Bett ging.

Müde blinzelte sich der Phönix den Schlaf aus den Augen, während er langsam die Decke zurückschlug. Schon Morgen…ach verdammt. Er saß doch noch zu lange auf dem Rehling! Ach was solls,  würde der Blonde eben heute früher ins Bett gehen. Wenn seine Pflichten es zuließen. Wenn. Wahrscheinlich würde es eh wieder spät werden, aber was solls. Das war der Pirat bereits gewohnt. Auf dem Schiff herrschte bereits ein lautes Treiben, viele rannten umher und gingen ihrer jeweiligen Arbeit nach. Wenigstens das lief hier ohne Probleme. Hie und da erhaschte Marco einen kurzen Blick auf den einen oder anderen Neuling, die auch bereits fest mit anpackten. Sehr schön, dann musste er sich darum auch nicht kümmern.
Wie immer erkundigte sich der Kapitän bei seiner Navigatorin ob der Kurs auch noch beibehalten wurde, aber wie immer war Yuki zuverlässig. So konnte sich Marco getrost auf seine anderen Aufgaben konzentrieren aber erst…
“Morgen Kurio. Scheint als gehe es dir bereits besser.“ Natürlich erkundigte sich der Käpt´n nach dem Wohlbefinden seiner Leute. Besonders bei denen, die einem Arzt eher auswichen, als sich helfen zu lassen. Und in diese Spalte ordnete Marco Kurio bereits ein. Also nachhaken und notfalls…eben einfach nachhelfen. Fertig.
“Sehr schön, gut zu tun hast du ja. Das Gespräch mit den Köchen? Hast du dich mit diesen schon unterhalten?“ Nicht das Marco seine Leute immer kontrollierten, aber er musste ja schon wissen, in wie weit er sich auf sie verlassen konnte. Und seien es nur so Kleinigkeiten.
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BeitragThema: Re: Still I flly    So Aug 13, 2017 12:34 am

Den Mob fest in der Hand schrubbte Nala immer noch als Kurio unter dem dicken Make Up und den lumpigen Klamotten getarnt das Deck. Und leider schien es immer größer zu werden. Kaum hatte sie einen Bereich gesäubert, latschte irgendeiner der Crewmitglieder da durch und sie konnte wieder von vorne anfangen. Vielleicht sollte sie es einfach sein lassen und in der Nacht wischen? Die meisten Piratenschiffe waren doch sowieso rundum dreckig. Aber Nala war gestern schon mehr oder weniger schlecht aufgefallen und wollte sich deswegen am heutigen Tag keine Fehltritte erlauben. Immerhin hatte sie noch eine hiesige Aufgabe vor sich. Dieses extravagante Duschproblem. Kurz sah sie gen Himmel und wischte sich den Schweiß von der Stirn, wobei etwas von dem Make Up auf ihren Handrücken abfärbte, Genervt verteilte sie auf ihrer Stirn das übrige Make Up und zog sich den Pony tiefer ins Gesicht. Die Farbe am Handrücken wischte sie an ihrer dunklen Hose ab. Sie würde einfach duschen gehen wenn keiner der anderen Crewmitglieder noch wach war, dann schnell drunter, Make Up erneuern und zurück zu den anderen. Sie würde schon eine Ausrede finden wieso sie nicht mit den anderen duschte. Ne hässliche Narbe war bestimmt eine gute Ausrede. Mit einem stöhnen wollte Nala sich wieder an die Arbeit machen als Marco sie ansprach. Er spielte auf den Zwischenfall der vergangenen Nacht an. Nala richtete sich auf und antwortete ihm mit fester und rauer Stimme: „Ja Sir, geht schon viel besser. Der Schlaf tat gut.“ Beim vergangenen Frühstück hatte sich Nala einfach ausreichend am Brot bedient, das konnte sie ja zum Glück ohne bedenken essen. Beim Abendessen würde sie diesmal was anderes bekommen. Direkt nach dem Frühstück sprach sie mit dem Koch und auch wenn dieser etwas schmunzelte und in seinen Bart etwas nuschelte, Nala meinte das Wort „Unmännlich“ gehört zu haben, würde sie heute Abend ein Essen bekommen was sie auch vertragen würde. Marco harkte auch direkt nach, ob sie den Küchenchef denn informiert hätte. „Jo, ich war direkt nach dem Frühstück in der Küche und habe die Köche über meine Allergien informiert.“ Lässig stützte Nala sich auf den Mob und kratzte ihre falsche Brust. „Wird nicht wieder vorkommen, was gestern Abend passiert ist.“ Mit diesen Worten machte sie auf dem Absatz kehrt und wusch den Boden auf dem anderen Abteil des Decks.
Am Abend trafen sich wieder alle zum großen Essen. Nala hatte ihr extra veganes Gericht aufgetischt bekommen und war wirklich glücklich mit ihrem Essen. „Sag mal Kurio machst du eine Diät?“ fragte einer der Leute die auch bei ihm in der Kajüte schliefen. „Nein nein, habe so eine Allergie. Glaube die habe ich von meinem Alten vererbt bekommen.“ Schulterzuckend machte Nala sich über ihren Salat her und dem Gemüse welches bei ihr auf den Teller lag. Der Koch hatte ihr versichert, dass sobald sie das nächste Mal anlegten er ein paar Lebensmittel für sie mitbringen würde. Welche die sie auch vertragen würde. Erstmal musste sie sich mit dem Gemüse und Salat sowie Brotresten begnügen. Vielleicht gab es die tage ja mal ein paar Nudeln für sie. Das Essen neigte sich dem Ende zu und die meisten Männer machten sich auf in die Kajüten. Dort angekommen zog der Fette direkt sein Shirt aus und prustete:“ Die Dusche haben wir uns verdient!“ Nala versuchte ihren Blick von dem Bauchfett des Piraten abzuwenden und legte sich auf ihre Hängematte. „Willst du nicht duschen Kurio? Du stinkst genauso wie wir!“ Nala stieß ein brummen aus. „Ja, ich komme gleich, mein Magen ist noch etwas taub von gestern, lass mich erstmal eine Runde pennen ja?“ Ohne ein weiteres Wort zu verlieren drehte sie sich um und hörte zu wie die anderen sich auf in die Dusche machten. Erst als sie wiederkamen, noch ein paar Worte wechselten und sich anschließen ins Bett legten und Nala ganz sicher sein konnte, dass sie schliefen, hob sie sich aus der Hängematte und setzte ihre Füße auf den Boden. Schnell kramte sie in ihrer Tasche und holte alle Sachen zusammen die sie bräuchte und ging mit einem kleinen Rucksack ins Bad. Vorsichtig lugte sie durch den Spalt der Tür und als sie sich vergewissere, dass niemand da war trat sie herein. Das Bad war leer, alles war still. Erleichtert seufzte Nala. Sie nahm sich einen der Hocker die in der Ecke standen und setzte sich darauf. Sie kramte in ihrer Tasche, schluckte sie ihre Pillen und als sie die Perücke abzog warf sie kurz ihre weißen Haare zurück. Perücke, und die abgelegte Kleidung legte Sie über den Hocker und wusch sich an einem Waschbecken das Gesicht. Als auch endlich das dunkle Make Up aus ihrem Gesicht verschwunden war nahm sie sich ein Handtuch und verkrümelte sich unter die Dusche. Es war ein Genuss endlich das warme Wasser auf ihrer bleichen Haut spüren zu können.
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BeitragThema: Re: Still I flly    So Aug 13, 2017 3:02 am

"Sehr gut. Das ist doch schon mal etwas.", meinte Marco, als er die Antwort des Neulings hörte. Vielleicht war es auch ein wenig Erleichterung, dass es wirklich nur das war, was Kurio gemeint hatte und keine wirkliche Krankheit. Das konnte der Blonde nicht auf seinem Schiff gebrauchen! Sie mussten jeder Zeit damit rechnen, dass die Marine ihnen auflauerte und ihnen endgültig den Rest geben wollte. Zwar hatten sie einiges an Durchschlagskraft verloren, aber sie waren noch immer gefürchtet und das bösartige Geschwür der Meere. Die Marine wird wahrscheinlich nicht ruhen, ehe sie die Whitebeardpiraten endgültig los geworden sind. Und da musste jeder in der Mannschaft fit sein! Da er diesbezüglich nichts zu befürchten hatte, machte sich Marco darüber auch keine weiteren Gedanken und konnte sich auf andere Sachen konzentrieren.
"Ich möchte Wetten, dass unser Smutje dir auch trotz deiner Allergien etwas Leckeres zubereiten kann!" Sehr gut, Kurio hatte sich an seine Anweisung gehalten und hatte den Küchenchef auf das Problem angesprochen. Besser so, als wieder sowas wie gestern Abend erleben zu müssen. Und sie hatten eh einen hervorragenden Smutje in der Crew! Er würde schon dafür sorgen, dass Kurio etwas bekommen würde, was lecker und zugleich die Allergien berücksichtigen würde.
Mit einem letzten Kommentar machte Kurio aber auch wieder kehrt und wandte sich seiner eigentlichen Aufgabe zu. Marco sah ihm noch kurz hinterher, ehe er sich seinen eigenen Aufgaben widmete. Wovon es als Kapitän zu genüge gab!

Bis zum Abend war der blonde Kapitän voll beschäftigt gewesen. Es war kein Zuckerschlecken, eine so große Bande richtig zu führen und es war nicht das erste Mal, dass sich Marco fragte, ob er dem Erbe Whitebeards gerecht wurde. Traf er die richtigen Entscheidungen? Er hatte zwar direkt vom Piratenkaiser gelernt, aber die Praxis war ja immer anders als die Theorie. Beschwert hatte sich allerdings auch noch keiner. Also könnte er davon ausgehen, dass er alles richtig machte? Seufzend schloss er kurz die Augen und stützte den Kopf mit der Hand ab. Auf dem Tisch vor ihm lagen Seekarten und andere Papiere. Und um all den Kram musste er sich kümmern! Aber da kam er als Kapitän wohl nicht drum herum. Aber nun gut. Die Kapitänskasse hatte er als Vize auch schon immer verwaltet. Sonst hätte der alte Whitebeard wahrscheinlich zu viel für Sake ausgegeben!
Ein Klopfen an der Tür ließ ihn aufhorchen und einer der Küchenhelfer kam in seine Kajüte. Den tadelnden Blick nach zu urteilen, hatte er wohl wieder das Abendessen vergessen. "Irgendwann schleppe ich dich Eigenhändig zum Abendessen!", murrte der Helfer, welcher schon seit einigen Jahren mit bei der Crew war und dafür bekannt war, kein Blatt vor dem Mund zu nehmen. Auch nicht vor dem Käpt'n! Marco störte sich im Moment nicht darüber, nahm er doch lieber den voll gestapelten Teller entgegen, der ihm gereicht wurde. Nur weil er das Abendessen verpasst hatte, musste er ja nicht hungrig zu Bett gehen. Damit verließ der Küchenhelfer auch wieder die Kajüte und Marco beugte sich wieder über seine Arbeit.

Es war schon recht spät, als selbst er die Müdigkeit nicht mehr ignorieren konnte und beschloss sein Bett aufzusuchen. Auf dem Schiff herrschte längst Ruhe, wie es sich gehörte. Nur eine ausgeschlafene Crew, war eine gefürchtete Crew! Schlafmützen wären da eher kontraproduktiv. Nur die Nachtwache war noch auf und der Kapitän selbst. Bevor er sich aber unter seine Bettdecke legen würde, wollte er noch unter die Dusche springen. Das Bad wäre eh frei. Um diese Uhrzeit wäre dort keiner mehr. Also hatte Marco dort seine Ruhe. Dachte er! Bereits mit den Gedanken bei seinem verdienten Schlaf betrat er den Waschraum und streifte sich schon das Hemd von den Schultern, als ihm plötzlich klar wurde, dass er doch nicht so alleine war. Da war wohl doch noch jemand wach und stand unter der Dusche. Etwas irritiert hielt der Blonde dann ja doch inne. "Warum bist du denn noch wach? Solltest du nicht im Bett sein und morgen ausgeschlafen sein?", fragte Marco in den Raum hinein und kümmerte sich selber darum, sich für die Dusche fertig zu machen. Wie bereits gesagt, die Crew sollte ausgeschlafen sein! Auch wenn sich Marco vielleicht auch mal besser dran halten musste. Mit wem er hier im Raum war, wusste er nicht. Wie auch? Er rannte doch jetzt nicht zu der Duschkabine und schaute, wer dort drunter steht!
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BeitragThema: Re: Still I flly    So Aug 13, 2017 10:22 pm

Genussvoll warf die Spionin mit den silbernen Haaren den Kopf in den Nacken und lies das heiße Wasser an ihr herab rinnen. Was tat diese warme Dusche ihr gut. Das dunkle Make Up wusch sich von ihrer bleichen Haut und sammelte sich in dunkler Farbe auf dem Boden. Mit einem Stück Seife half sie dem restlichen Make Up nach und entfernte dieses von ihrer Haut. Überwiegend waren, das Gesicht, Hals und Brust sowie Hände und die Beine betroffen. Während das in braun gefärbte Wasser sich auf dem fliesenden Boden sammelte begann Nala ihre hellen Haare mit Shampoo zu verwöhnen. Die Haare waren zuvor ganz plattgedrückt und knauserig. Die Perücke die sie die ganze Zeit trug hatte ihre Haare, und von denen hatte sie einige, ganz fest an ihren Kopf gedrückt. „Wie herrlich.“ Summte sie leise vor sich hin, bis sie hörte, dass jemand hereinkam. Das konnte doch jetzt nicht wahr sein. Nala hatte den Vorteil, dass durch die heiße Dusche die sie nahm ein dichter Wasserdampf aufzog und sie fürs erste unkenntlich machte. Zumindest eine Silhouette dürfte man nur von ihr sehen. Schnell klärte sich wer da in das Herrenbad hereingekommen war. Marco! Nala war wohl nicht die einzige die den Schutz der Nacht für eine ruhige Dusche nutzen wollte. Am schlausten wäre es seine Sachen zu nehmen und hoffen unbemerkt zu entkommen, doch leider war Marco gerade im Eingangsbereichs des Bads und dort war leider auch die einzige Tür um diesen Raum zu verlassen. Zu Ihrem Glück schützte sie bisher noch der Nebel. „Ich bins Kurio. Ich wollte nicht mit der großen Menge duschen gehen.“ Brummte Sie Marco entgegen.


Irgendwie musste Nala versuchen aus dieser verdammten Dusche heraus zu kommen. Selbst wenn sie es unbemerkt an ihm vorbei schaffen würde, wäre da immer noch das verfärbte Wasser welches sich in der Dusche verteilt hatte durch ihr Make Up. Und viel Schlimmer, ihre Kleidung samt Perücke lagen im Eingangsbereich, welches ein noch viel deutlicher Indiz dafür war das hier etwas faul war. Klar die Kleidung war normal, aber daneben lagen ein benutztes Abschminktuch und eine verstrubelte Perücke. Nala die immer noch entblößt unter der Dusche stand raffte sich die Haare zu einer Seite zusammen. „Wolltest du auch duschen?“ fragte sie mit so tiefer Stimme, wie sie konnte. „Dachte schon ich wäre der Einzige der so spät duschen geht, wären schon alle durch.“, ergänzte sie anschließend um sich nichts anmerken zu lassen. Nala ging alle Szenarien durch. Selbst wenn Sie die Zeit um einige Sekunden zurück drehte würde die Marco beim Verlassen der Kabine in die Arme laufen und bis dahin würde sie nicht wieder angezogen und geschminkt sein. Ein Anhalten der Zeit wäre vielleicht eher was. Aber selbst wenn sie die Perücke aufsetzte, ihre Bürste konnte sie unter dem Handtuch nicht verschwinden lassen und ihre zarte blasse Haut würde sie auch verraten.
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BeitragThema: Re: Still I flly    Mo Aug 14, 2017 4:23 pm

Kurio also? Irgendwie wunderte es Marco nicht, dass er wieder auf eines der neuen Crewmitglieder stieß. Zwar hatte er als Kapitän immer mit der Crew zu tun, trotzdem. Nach dem Ereignis des vorherigen Abends wunderte es ihn nicht. Wenigstens war es nur eine harmlose Dusche und nicht wieder das entledigen des Abendessens. "Ach, du bist es...",meinte Marco darauf also nur und fuhr mit seinem Tun fort. Schmunzelnd hielt er jedoch innerhalb, als die Frage kam, ob er denn auch duschen wollte. Natürlich. Was sollte er denn sonst hier machen? Zwar besaß die Kapitäns Kajüte einen kleinen Waschraum, aber der reichte nur für eine morgendliche Katzenwäsche. Vielleicht wusste Kurio dies aber auch nicht. "Ja, genau.", beantwortete der Blonde also die Frage und faltete währenddessen sein Hemd zusammen. Erstaunlicherweise achtete der Phönix darauf, dass er seine Sachen ordentlich hinterließ. "Ich geh eigentlich nicht immer so spät noch duschen. Hatte die Zeit heute einfach nicht ganz im Blick." Er sollte wirklich Mal früher Schluss machen. Seiner Bande predigte er immer wieder, wie wichtig es war pünktlich in der Koje zu liegen und hielt sich dann nicht Mal selber daran! Müsste Mal geändert werden. Hemd und Gürtel legte er in der Nähe von Kurios Sachen, war es dort doch trocken und kam der Wassermasse nicht in die Quere.

Als er sich aber daran machte, die Hose zu öffnen, stutze der Feuervogel, fiel sein Blick doch auf die seltsamen Habseligkeiten des anderen Piraten. Jeder hatte so seine Kleinigkeiten, die ihm ans Herz gewachsen waren, besaß man als Pirat doch nicht wirklich fiel. Es konnten die seltsamsten Dinge sein. Und sei es nur ein kleiner Stein, der eine besondere Bedeutung hatte. Eigentlich interessierte sich Marco auch nicht dafür, ging es ihm schlichtweg nichts an. Auch wenn sie eine Familie waren und auf einem Schiff lebten, sollte jeder seine Privatsphäre besitzen. Kurios Dinge irritierten den Phönix allerdings. "Was ist das, Kurio?" Skepsis begleitete seine Stimme, hielt der Pirat doch eine Perücke in der Hand. Warum sollte Kurio eine Perücke besitzen? Marco hatte keine Idee.
Nun gut, die hatte er schon, wollte er Kurio aber nicht direkt mit Misstrauen gegenüberstehen. Sollte sein Verdacht sich aber bestätigen und Kurio war ein verkleideter Spion oder sowas...tja. Dann dürfte er wohl bald Bekanntschaft mit der Ra machen. Ihm viel kein Grund ein, warum Kurio sich mit einer Perücke verkleiden sollte, wenn er nicht fürchtete erkannt zu werden. Und wofür sollte man eine Perücke noch brauchen? Und...waren das Abschminktücher?
Erwartungsvoll blickte Marco in den weißen Nebel, der durch das verdampfte Wasser entstand. "Ich glaube, das bedarf einer Erklärung."
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BeitragThema: Re: Still I flly    So Aug 20, 2017 10:52 pm

So viel zu dem eigentlichen Gedanken und Plan, Marco soweit es nur ginge aus dem Weg zu gehen. Nala hatte das Gefühl bei jeder zweiten Gelegenheit dem ehemaligen Kommandanten in die Arme zu laufen. Und gerade hier im Badezimmer gab es kaum Ausweichmöglichkeiten für sie. Und natürlich meinte er auch noch unter die Dusche springen zu müssen. Hatte der den kein privates Bad mit eigener Dusche oder Wanne? Genervt verdrehte Nala die Augen, die er ja zum Glück ohne hin nicht sehen konnte. Viel wichtiger war aber die Tatsache, dass sich die Weißhaarige in der Klemme befand und derzeit keinen guten Ausweg sah um die Rolle des Kurios glaubwürdig aufrecht zu erhalten. Die Perücke und die Make Up-Tücher verrieten mehr als deutlich, dass es sich um eine Verkleidung handelte. Mit dem pfiffigen Argument, es sei eine Perücke, weil Kurio starken Haarausfall hatte und deswegen sich schäme, fiel dank der Abschminktücher auch raus. Allerdings hatte Nala eine Idee, wie sie aus der ganzen Sache herauskommen könnte. Kurio war dann zwar Geschichte aber vielleicht war es gar nicht schlecht dass ihre Tarnung aufflog. Zum Glück war Nala bei der Regierung nicht öffentlichen Dienst und somit ihr Gesicht nirgends vertreten.

Mit der einen Hand griff Nala zu dem Handtuch welches sie mit zur Dusche genommen hatte und band es sich um den Torso. Ihre Haare legte sie um die eine Schulter, so dass sie an ihren Schultern herunterhingen. Den Duschkopf drehte sie so, dass das Wasser nicht mehr floss. Stattdessen hörte man ein leichtes schniefen und Nalas Stimme die nun ihre normale Tonart angenommen hatte. „Ich...ich kann das erklären.“ Hallten ihre Worte leise durch das Bad. Langsam Schritt Nala auf Marco zu und trat aus dem Nebel heraus. Die Augen beschämt gen Boden gerichtet. „Ich weiß das sieht seltsam aus…aber ich musste lügen.“ Mit ihren Händen strich Nala über ihre Oberarme und ihre Augen füllten sich mit Tränen. Sie sah nun direkt zu dem Piraten herüber. „Ich heiße gar nicht Kurio. Ich weiß auch nicht was ich mir dabei gedacht habe, es wäre früher oder später so oder so aufgefallen. Ich hätte mich einfach woanders verstecken sollen. Ich bin so dämlich, ich hohle Nuss.“ Nalas Stimme wurde langsam höher und die Tränen rannen ihr die Wangen herunter. „Ich hatte einfach keine Wahl als ungebetener Passagier hier an Board zu kommen.“ Schluchzte das zierliche Mädchen. „Bitte wirf mich nicht über Board. Bitte gib mir die Chance dir das alles erklären zu können, Marco!“
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BeitragThema: Re: Still I flly    Mo Aug 21, 2017 7:12 am

Den Verdacht zu haben, war das eine. Ihn aber bestätigt zu bekommen, das andere. Recht ungläubig blickte Marco auf, als er das Schniefen vernahm und Kurio kurz darauf aus dem Nebel trat. Das war definitiv nicht der Kurio, den der Phönix kennengelernt hatte. Das durfte doch nicht wahr sein. Hatte er sich wirklich so sehr über den Tisch ziehen lassen? Hatte er. Marco wurde gehörig über den Tisch gezogen. Denn eines seiner neusten Crewmitglieder hatte ein nettes Versteckspiel geliefert. Und so hatte Marco keinen Kerl vor sich, sondern eine weinende Frau. Wunderbar. Wirklich. Nicht, dass am Bord keine Frauen geduldet wurden, aber...man wusste einfach lieber, wen man vor sich hatte. Gut, wirklich viele Frauen gab es nicht in der Bande. Aber das hieß nicht, dass sie nicht schlagfertig waren. Haruta hatte sich ja auch zur Kommandantin gemausert und verteidigte ihren Platz gewissenhaft. Das Problem hier war jetzt nur, dass der Kapitän angelogen wurde. Und das nicht zu knapp.
Kurio, oder wie auch immer sie nun wirklich hieß, faselte etwas davon, dass sie sich hätte woanders verstecken sollen und sie hätte wissen müssen, dass das Spiel früher oder später aufgeflogen wäre.
Auch beteuerte sie unter Tränen, es erklären zu können.
Na, auf die Erklärung war Marco wirklich gespannt. Ihr nun einfach zu glauben, fiel jedenfalls weg. Auch wenn er hier eine weinende Frau vor sich hatte, die nur mit einem Handtuch bedeckt war, so würde er ihren Worten jetzt keinen einfachen Glauben schenken. Himmel, er war Pirat. Er war Kapitän einer eigentlich gefürchteten Bande, wo käme er denn hin, wenn er bei einer weinenden Frau plötzlich von seinen Prinzipien absah und ihr die Lüge einfach verzieh?

"Zieh dir was über, dann Reden wir. Auf deine Erklärung bin ich wirklich gespannt.", murrte Marco dann und nahm sein eigenes Hemd wieder auf. An einer Dusche war jetzt nicht mehr zu denken. Aber ein Unmensch war er jetzt auch nicht, dass er von Kurio eine Erklärung unter diesen Umständen verlangte. Auch besaß der Phönix wenigstens den Anstand, sich umzudrehen, damit die Frau sich wieder ankleiden konnte. Auch wenn er zusah, sie nicht zur Tür zu lassen. Angst, dass sie ihn hinterrücks angreifen könnte, hatte er auch nicht. Zum einen wäre es in ihrer Situation lebensmüde, andererseits hatte er nichts gesehen, was sie hätte, womit sie ernsthaften Schaden anrichten könnte. Außerdem besaß er selber immernoch seinen schützenden Phönix. Auch wenn es etwas unvorsichtig war, sich so auf seine Teufelskraft zu verlassen.
"Das muss aber eine verdammt gute Erklärung sein, warum ich dich weiterhin auf dem Schiff dulden sollte..." Nun gut. Über Bord hätte er sie jetzt nicht direkt geworfen. Schaden hatte sie ja keinen Gemacht, auch wenn Marco Lügen absolut nicht leiden konnte. Allerdings würde er abwägen müssen, ob er Kurio nicht auf der nächsten Insel einfach absetzen würde. Kam ganz drauf an, was denn ihre Erklärung war.
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BeitragThema: Re: Still I flly    Mo Aug 21, 2017 11:52 pm

Schluchzend umklammerte Nala weiterhin ihre Oberarme und nickte zustimmend dem Piraten zu. Vielleicht war ja doch nicht alles aus. Immerhin war er bereit ihr zuzuhören. Noch brannte das Feuer und nur weil sie ihre Tarnung aus Kurio aufgeben musste, hieß das nicht dass sie als Agent der Regierung aufgedeckt werden musste. „Okay, danke.“ Gab sie ihm sanft als Antwort zurück, griff nach ihrer alten Kleidung und warf sich das Hemd über sowie die Hose die sie mit Kurio getragen hatte. Den Rest der Montur, die füllenden Kissen und weitere Methoden ihren eigentlichen Körper abzudecken konnte sie sich ja jetzt ohne hin schenken. Ihre nassen Haare rubelte sie kurz mit dem Handtuch etwas trocken und legte es anschließend neben die Perücke und ihre restlichen Sachen. Schnell wischte sie sich die letzten Tränen aus dem Gesicht und fingerte an dem Ärmel ihres Hemdes nervös herum. „Ich bin fertig.“ Sagte sie um ihm das Zeichen zu geben, dass er sich wieder umdrehen konnte. Nala lief ein paar Schritte weiter Richtung des Umkleideraumes um aus dem Wasserdunst zu kommen, und setzte sich auf eine der Bänke. „Ich weiß nicht wirklich wie ich anfangen soll…am besten ganz von vorne. Es ist nicht so dass alles was ich gesagt habe gelogen war, nur eben dass ich kein Mann und auch kein Pirat bin und nicht Kurio heiße. Mein Name ist Mai und ich bin wirklich recht ländlich aufgewachsen in einem kleinen Dorf hier in der Neuen Welt. Meine Mutter war eine einfache Landwirtin und mein Vater hatte einen kleinen Gemüseladen in der nächsten Stadt. Vor circa einem halben Jahr wurde unsere Insel von Piraten und Menschenhändlern überfallen. Die Männer und auch meinen Vater töteten sie direkt. Einige der Frauen und Kinder verschleppten sie.“ Mit dem Handrücken versuchte Nala ihre Tränen zu trocknen. „Meine Mama und ich waren unter ihnen, sie wollten uns auf der nächsten Insel als Sklaven verkaufen. Einer der Käufer war mit seiner Ware nicht zufrieden und wurde ausfallend, zu dem Zeitpunkt als ich verkauft wurde. Ich hatte den Moment der Unachtsamkeit ausgenutzt und bin geflohen. Ich versteckte mich auf einem Handelsschiff und reiste mit ihnen zur nächsten Insel. Dort stieg ich jedoch aus, weil ich Angst hatte sie würden mich entdecken. Da der Käufer schon für mich bezahlt hatte suchen die Piraten mich seitdem.“ Mittlerweile überrannten Nala die Tränen und auch ihr Handrücken konnte die Tropfen nicht mehr alle bändigen. „Seitdem flüchte ich vor ihnen. Sie haben ein Schiff und kommen deutlich schneller voran als ich. Auf einer Insel schnappte ich von einem Mann auf dass er sich bei dir in der Crew bewerben will. Ich machte ihn betrunken und stahl ihm in seinem Suff die Kleidung und gab mich als er aus. Ich dachte mir auf einem Piratenschiff des ehemaligen Kommandanten von Whitebeard würden sie mich nie vermuten.“ Schluchzend strich sich Nala ihren Pony aus dem Gesicht und versuchte in Marcos Gesicht einen Gesichtsausdruck zu deuten. „Ich wusste nicht wohin. Ich weiß nicht mal ob meine Mama noch lebt, bestimmt ist sie jetzt eine Sklavin.“ Ein leises wimmern konnte sich die Frau nicht verkneifen. „Das ist der Grund, warum ich mich als wer anders ausgab. Ich weiß ich hätte zur Marine gehen können, aber als ob diese scheiß Aristokraten die nicht auch bestechen könnten.“ Kurz weiteten sich Nalas Augen panisch. „Du..du wirst mich doch jetzt nicht dem Kerl ausliefern und die Belohnung kassieren oder?“ panisch sah sich das zierliche Mädchen nach etwas wie einer Waffe um, klammerte sich dann aber eher eine der Kleiderstangen. Nicht dass sie sie herausreißen könnte, aber sie gab ihr halt. Gott, wenn sie mal bei der Weltregierung rausfliegen sollte, startete sie eine Karriere als Schauspielerin.
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BeitragThema: Re: Still I flly    Di Okt 10, 2017 5:22 pm

Seufzend rieb sich Marco den Nasenrücken. Er war Müde und wollte schlafen. Am Morgen würde er es gewiss bereuen, dass er nicht einfach schlafen gegangen ist. Andererseits hätte er dann wohl nicht so schnell herausgefunden, was mit Kurio war. Beziehungsweise Mai. Ihre Angst konnte der Phönix nachvollziehen. Der Menschenhandel war unberechenbar und die Sklaven flohen nur zu gerne. Verständlicherweise. Nur welcher Händler ließ seine Ware gerne davonlaufen? Marco hatte sich einen Hocker geschnappt und sich Mai gegenübergesetzt. Er hatte keine Lust weiter zu stehen und ganz so schnell würde das hier wahrscheinlich auch nicht laufen. Ihre Erklärung war plausibel. Ihr Handeln konnte er nachvollziehen. Fragen kamen aber trotzdem auf und der bittere Beigeschmack der vorherigen Lüge blieb auch. Kurios Geschichte über den Bruder klang glaubwürdig. Er hatte nicht an der Wahrheit gezweifelt und doch war es eine Lüge gewesen. Was also jetzt? Gut, Mai würde mächtig in der Klemme stecken, sollte Marco herausfinden, dass auch diese Geschichte gelogen war, aber was hatte sie davon? Es ergab keinen Sinn, warum sie weiterhin Lügen sollte. Einfach so wollte der Phönix die Sache aber auch nicht entscheiden.

Natürlich. Die Marine ließen sich zu leicht bestechen, aber Piraten? Er wollte sich ungern mit Menschenhändler anlegen. Das Problem war simpel. Sie hatten einen Krieg hinter sich. Die Bande war noch immer angeschlagen und hatte einiges ihrer Schlagkraft eingebüßt. Sie waren längst nicht mehr die Piraten Bande, die sie einst unter der Führung Whitebeards waren. Allerdings wusste Marco auch, dass Whitebeard dieses Mädchen sofort mit offenen Armen aufgenommen hätte. Der alte Herr verabscheute den Menschenhandel und duldete diesen in seinem Gebiet nicht. Wahrscheinlich hätte er sich direkt Kurs auf die Insel der Kleinen gesetzt und zugesehen, dass die Gruppe der Händler zerschlagen wurde.
Aber der jetzige Kapitän war nicht Whitebeard. Niemals würde sich Marco mit seinem Paps Auf eine Stufe stellen. Als sich Mai aber panisch umblickte und Angst hatte, er könne sie ausliefern und die Belohnung einkassieren lachte Marco sarkastisch auf. "Natürlich. Und mich selbst und den Rest meiner Bande kann ich dann auch direkt ausliefern!" Es wäre ein Wahnsinnskommando, sollte er dies tun. Immerhin war auf seinen Kopf wahrscheinlich bei weitem mehr ausgesetzt, als auf das Mädchen. Und nach dem Krieg wurden sie gesucht wie eh und je. Wahrscheinlich fürchtete die Marine einen Versuch zum Aufstieg. Wie sehr Marco den Umstand hasste, nicht wirklich was ausrichten zu können! Aber Mai ausliefern? Nein, da würde sich der alte Whitebeard wohl im Grabe umdrehen. Der Phönix schüttelte den Kopf. "Nein, ausliefern werde ich dich nicht. Was ich aber mit dir mache, weiß ich noch nicht. Ich werde mit den anderen Kommandanten sprechen." Diese Entscheidung wollte er nicht alleine Fällen. Zwar war er der Kapitän und sein Wort wäre auch das, was als letztes Zählen würde, die Meinung seiner Kommandanten interessierte ihn aber trotzdem. Und wozu hätte er sie?
Eine Frage brannte ihm Aber noch auf der Zunge.
"Warum Piraten? Wir sind keine Wohlfahrtsgemeinschaft, die Schutz bieten." Zum Teil jedenfalls. Gab es keine anderen sicheren Orte, wo sie sich verstecken konnte? Der Phönix wollte nicht zum Ziel der Aristokraten werden. Wirklich nicht. Aber das weitere Vorgehen wollte er erst noch mit den anderen besprechen.
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BeitragThema: Re: Still I flly    Di Okt 10, 2017 10:39 pm

Nala schluchzte weiter während Marco sich auf einem Hocker ihr gegenüber hinsetzte. Ihre Geschichte erzählte sie so glaubwürdig wie sie nur konnte. Und wie es schien biss Marco auch an. Ganz so wie er sollte. Mit einem festen Griff umklammerte das zierliche Mädchen weiter die kalte Eisenstange. Marco lachte sarkastisch auf und erklärte ihr, dass er sich selber nur ein Grab schaufeln würde, wenn er sie ausliefern würde. Nala war der Umstand bewusst doch Mai schien sich darüber erst jetzt im Klaren zu sein. „Stimmt wohl.“ Sagte sie leise und sah beschämend zur Seite. „Das wäre das reinste Himmelfahrtskommando.“ Ergänzte sie schmollend. Langsam lies Nala die Kleiderstange los und zupfte wieder Nervös an ihrem Ärmel, als Marco ihr verkündete, dass er noch nicht wüsste was er mit ihr machen sollte. Er wolle sich erst mit den anderen Kommandanten absprechen. Nala nickte zustimmend. „Ich kann mich bis dahin aber trotzdem nützlich machen! In der Küche helfen, putzen oder was anderes.“ Immerhin wollte sich Nala mit dem Piraten gut stellen. Wirklich Lust auf die Arbeiten hatte sie nicht aber sie musste sein Vertrauen zurückgewinnen.

Auf Marcos Frage hin horchte Nala auf. Wieso gerade Piraten? Ja da brauchte Nala eine gute Ausrede jetzt. „Ehrlich gesagt so richtig durchdacht war das nicht. Aber ich habe gesehen, dass ihr an dem Hafen angelegt habt und versucht meine Chance zu ergreifen. Es gäbe bestimmt bessere Möglichkeiten an denen ich mich verstecken könnte. Aber welcher Aristokrat würde mich auf einem Piratenschiff vermuten? Gerade weil es so absurd ist hatte ich gehofft, dass mich hier keiner findet. Dass meine Verkleidung auffliegt war allerdings nicht geplant. „Die junge Frau strich sich eine Strähne hinters Ohr. „Obwohl es wohl eine ziemlich blöde Aktion gewesen ist.“ Aber egal was jetzt geschah Nala musste unbedingt auf diesem Schiff bleiben. Mit hastigen Schritten ging sie auf den Piraten zu und umfasste seine Hände mit ihren. „Bitte Marco. Ich will dahin nicht zurück. Du weißt ja nicht was die mit Frauen machen. „Verbittert sah sie zu Boden. „Ich konnte zwar entkommen, aber als wir verschleppt wurden sind wir einigen Sklavinnen begegnet. Die haben uns erzählt was sie durchgemacht haben.“ Die Tränen rannen wieder über ihre rosanen Wangen. „Ich verstehe, dass du dich erst absprechen willst. Immerhin habe ich euch allen was vorgemacht. Aber ich will da nicht hin zurück. „Die Hände die sie in die Hand genommen hatte drückte sie fester.
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BeitragThema: Re: Still I flly    Mi Okt 11, 2017 8:09 pm

Oh Gott, dieses Kind fuhr wirklich jedes Geschütz auf, das sie hatte! Und mit weinenden Frauen konnte er noch nie gut umgehen. Diskussionen mit anderen Crewmitgliedern waren kein Problem. Auch nicht, wenn sie sich in der letzten Kneipe den Kopf weggesoffen hatten und kaum noch ein Wort zustande brachten! Aber das? Um Himmels Willen, das war wirklich nichts für den Blonden. Und er musste sich wirklich zusammenreißen, nicht lauter zu werden. Dieses Geflenne war doch nicht zum aushalten. Aber verständlich. Mit Sklaven wurde noch nie gut umgegangen. Sie waren Gegenstände. Spielzeuge für die Aristokraten. Mehr nicht. Ihr Eigentum. Und mit seinem Eigentum konnte man bekanntermaßen ja tun was man wollte. Dass Mai nicht dort zurückwollte, konnte der Phönix verstehen. Um nichts auf der Welt würde er seine Freiheit opfern! Nun gut. Das...war vielleicht gelogen. Wenn es zum Wohle der Familie war, würde er selbst dies in Kauf nehmen. Für seine Familie würde er durchs Feuer gehen. Seufzend strich sich der Kapitän durchs Haar. Natürlich würde man einen geflohenen Sklaven nicht auf einem Piratenschiff erwarten. Früher oder Später wäre es trotzdem zu einer Gefahr geworden. „Beruhige dich erst mal. Ich schmeiße dich jetzt nicht einfach vom Schiff. Wie gesagt, so was kommt hier im Normalfall nicht vor.“ Im Normalfall! Auch wenn das hier gewiss kein Normalfall war. Aber Mai schien da gar nicht dran zu denken und griff ihn an den Handgelenken. Überrascht blickte er zu dem verängstigten Mädchen auf und hörte sich ihre Sorgen an. „Du wirst da auch nicht zurück müssen. Das wäre Unmenschlich. Es war trotzdem nicht die feine Art, uns hier etwas vorzuspielen.“ Nein, zurück würde Marco sie ganz bestimmt nicht bringen. Auch wenn er Pirat war, er war noch lange kein Unmensch! Und etwas anderes würde er nicht sein, wenn er das Mädchen wieder zurück in die Arme der Aristokraten schicken würde. Was aber genau aus ihr werden würde, war eine andere Frage. Frauen auf dem Schiff war immer ein gewisses Risiko. Sie mussten sich gegenüber den Herren ordentlich Respekt erarbeiten! Auch wenn Marco vertrauen in seine Männer hatte. Mit ein wenig nachdruck befreite er seine Hände aus denen Mais und erhob sich vom Hocker.
„Erst einmal hast du nichts zu befürchten. Beruhige dich und geh schlafen. Alles weitere werde ich mit meinen Kommandanten absprechen und dir dann Bescheid geben, wie es weiter geht.“, meinte Marco dann und hoffte, dass sie jetzt keinen Aufstand machen würde. „Und bitte benutze die Sanitärräume der Frauen. Sonst bin ich wohl nicht der Einzige, der eine...solche Überraschung erleben wird. Die Mannschaft wird auch noch grob eingeweiht.“ Eine weitere Verkleidung würde Marco wirklich gerne vermeiden. Es kratzte ziemlich am Vertrauen, wenn man so an der Nase herumgeführt wurde. Nicht gerade hilfreich!

Nachdem Marco den Hocker wieder an den Ort zurückgestellt hatte, an dem er sonst immer stand, wandte er sich Mai noch einmal zu. „Was wäre dein Wunsch? Sollte es in Betracht gezogen werden, dass du hier an Board bleiben darfst, würdest du es annehmen, oder lieber einen anderen Weg wählen?“ Wenn er das schon einmal abgeklärt hatte, würde sich das Gespräch mit den Kommandanten auch noch verkürzen. Grundsätzlich sprach nichts dagegen, das Kind auf dem Schiff zu lassen. Sofern sie sich integrieren konnte und helfen konnte. Einzig zum Schutz konnte Marco sie ja auch nicht mitnehmen. Und wenn sie sich entschied zu bleiben...würde sie wirklich eine Piratin werden wollen?
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BeitragThema: Re: Still I flly    Sa Okt 14, 2017 2:52 pm

Eigentlich war Nala jedes Mittel Recht um auf diesem Schiff bleiben zu können. Sie durfte den Auftrag nicht vermasseln. Nicht bei so einer starken Crew. Wenn sie vom Schiff geworfen würde, würde sie wahrscheinlich nicht mehr draufkommen und wenn ihre erneute Tarnung auffliegt war sie höchst wahrscheinlich tot. Immerhin hieß es in solchen Situationen fressen, oder gefressen werden. Marco befreite sich aus ihrem Griff und sprach ihr zu und tadelte währenddessen noch einmal ihr falsches Verhalten. Wenn der wüsste. Doch bestätigte Marco ihr, dass die vorerst nichts zu befürchten hatte und sie auf dem Schiff bleiben könne. „Dankeschön.“ Sagt Nala leise und sah zu dem Piraten hoch. „Ja keine Sorge ab sofort werde ich bei den anderen Frauen duschen gehen und nicht mehr ihr.“ Leicht kratzte sich die Agentin entschuldigend am Hinterkopf. Marco stellte den Hocker wieder an Ort und Stelle und fragte danach ob Nala auf dem Schiff bleiben wolle oder sie andere Pläne hatte. Nala tat so als ob sie überlegen würde. „Ich würde ehrlich gesagt gerne bleiben, wenn das okay wäre. Ich möchte frei sein. Ich werde mich auch ganz doll anstrengen. Entgegnete sie noch schnell. „Ich werde mich dann auch wieder hinlegen, der Tag morgen wird bestimmt anstrengend. Danke für deine Hilfe.“ Lächelte sie ihm noch kurz entgegen und verließ dann den Raum. Wahrscheinlich war es für Nala in der Rolle der Mai noch einfacher hier was rauszubekommen. So konnte die wenigsten mit ihren weiblichen Reizen spielen. Der Kampf war also eröffnet.

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Still I flly
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